Schizophrenie ist eine der am stärksten stigmatisiertesten und falsch verstandenen Indikationen. Die Krankheit wird gesellschaftlich oft auf „Krise“ oder „Gefährlichkeit“ reduziert, dabei entscheidet die Versorgung häufig nicht in der akuten Phase, sondern in den Wochen dazwischen: wenn Struktur fehlt, Symptome wieder anziehen und niemand „mit im Alltag“ ist.
Diese Fakten sprechen für sich:
- Rund 800.000 Menschen in Deutschland leben mit einer Schizophrenie-Diagnose
- Behandlungsleitlinien empfehlen mit höchster Evidenz ambulante Psychotherapie
- Nur ca. 1 % der Betroffenen erhalten tatsächlich Psychotherapie, der Rest bleibt auf medikamentöse Behandlung beschränkt
- Damit besteht die gesamte Behandlung oft aus einem 15-minütigen Arztkontakt pro Quartal, ohne therapeutische Struktur zwischen Terminen
Die Folge:
- Häufige Rückfälle, Chronifizierung, Klinikaufenthalte und hohe volkswirtschaftliche Kosten
- Schizophrenie ist die teuerste psychische Erkrankung (gemessen an den Pro-Kopf-Kosten)
Genau an dieser Lücke setzen wir mit einem neuen Mitglied in unserem Ökosystem an:
Willkommen, Kiso Health!
Kiso Health ist ein Charité-Spin-off, das digitale Therapie- und Unterstützungsangebote für komplexe psychische Erkrankungen – insbesondere Schizophrenie – in Richtung Regelversorgung bringt.
Was Kiso konkret macht:
Die Anwendung Kiso Mind wurde gemeinsam mit 50+ Betroffenen entwickelt und bringt therapeutische Inhalte dorthin, wo Versorgung heute oft endet: In den Alltag , z. B. mit:
- Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie / Psychoedukation
- Stimmungs- & Symptom-Tracking
- Medikationserinnerungen, Krisen- & Notfallkontakte
- adaptiven Inhalten (datenbasiert), die sich an Muster und Bedürfnisse anpassen können
Wo Kiso heute steht:
Kiso Mind ist als Medizinprodukt zugelassen, wird in Kliniken pilotiert und arbeitet daran, den Weg in die Erstattungs-/Regelversorgung zu gehen.
Für weitere Fragen und falls Sie an das Thema mit den Schizophrenie-Experten von Kiso andocken möchten, melden Sie sich gern bei unserer Senior Managerin Dr. Lena Kieseler.